Einigkeit bei Lufthygiene in Schulen und Kitas

Am 26. August fand unter Leitung von Bürgermeister Michael Müller eine gemeinsame Sitzung mit den Schulleitungen der beiden Grundschulen und den drei gemeindeeigenen Kitas, den jeweiligen Elternbeiräten, dem Ingenieurbüro Gutdeutsch und den zuständigen Verwaltungsmitarbeitern in der Jahnhalle statt. Ziel war es, im Konsens passgenaue Lufthygiene-Lösungen für alle Einrichtungen in gemeindlicher Trägerschaft festzulegen. „Denn die Corona-Situation wird uns noch länger beschäftigen“, so der Bürgermeister.

Nach Vorstellung der verschiedenen Möglichkeiten, also vom Lüften „nach Gefühl“ bis hin zu fest installierten Lüftungssystemen kam man schon nach 50 Minuten zu einer einvernehmlichen Absprache:

Alle Einrichtungen erhalten sofort sogenannte „CO2-Ampeln“ für alle Räume. „Je mehr Luft ausgeatmet wird, umso höher steigt der CO2-Anteil im Raum. Und „Ausatmen“ bedeutend im negativen Falle auch, dass der potentielle Virenanteil ebenfalls steigt. Mit der CO2-Ampel weiß man also gezielt, wann man zu Lüften hat und macht das nicht mehr wie bisher nach 20 Minuten oder gar nach Empfinden“, beschrieb Kita-Leiter Thorsten Kopp den Sinn und Zweck der Geräte.

Von relativ lauten mobilen Geräten, deren Nutzen noch umstritten ist, zwischen denen und den nächsten Schülern ein Abstand von 3 m einzuhalten ist – kaum ein Klassensaal hat diese räumliche Kapazität – sahen alle Anwesenden ab. „Auch rein praktisch sind diese Geräte problematisch. Wie lange wird es dauern, bis ein Schüler seinen vollen Becher drauf stellt, der umkippt und das Gerät defekt ist?“, stellte ein Schulleiter in den Raum. Auch das Stromkabel von der Wandsteckdose bis zum Gerät wurde als störend erachtet. In einem Kindergarten eingesetzt, müsse man sogar noch Sorge haben, dass ein Kind reinbeißt, bemerkte eine Kita-Leitung kritisch. So überraschte es nicht, dass ein Teilnehmer schon nach einer Viertelstunde bat, das zu Demonstrationszwecken in der Mitte der Jahnhalle mit 40 dB summende mobile Gerät zur besseren Konzentration wieder abzustellen.

Die seit ein paar Tagen laufenden und vermutlich Mitte September beschiedenen Fördermittelanfragen der Verwaltung für fest installierte Lüftungsanlagen will man abwarten und dann damit in die Beschlussgremien der Gemeinde ab Ende September gehen. Vorbehaltlich eines positiven Beschlusses dort werden dann Systeme für die beiden Grundschulen und die Kita in der Breslauer Straße angeschafft und innerhalb eines Jahres eingebaut. „Das ist die Bedingung des Fördergebers“, erläuterte Bauamtsleiter Thomas Krauß. Bei der provisorischen Kita „Am Rathaus“ gibt es keinen, bei der Kita „Haus der kleinen Füße“ lediglich einen Nachbesserungsbedarf in der bestehenden Lüftungsanlage.

„Mit den CO2-Ampeln und Lüften behelfen wir uns noch diesen Winter und die Vorgabe „Jahresfrist“ zeigt uns eine deutlich verbesserte Perspektive für das 4. Quartal 2022 auf. Damit sind wir einverstanden“, fasste ein Vater am Ende der Veranstaltung die Ergebnisse für alle zusammen.

„Ich bin mit den erreichten Absprachen sehr zufrieden. Damit sind wir deutlich weiter als andere Kommunen. Neben einer klar vereinbarten gemeinsamen Vorgehensweise konnten wir auch manchen Irrglauben ausräumen“, zog Müller auch für die Verwaltung ein überaus positives Resümee.

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