Klimaschutz

Energieberatung in Bobenheim-Roxheim

Die Gemeinde Bobenheim-Roxheim bietet in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz eine kostenfreie Energieberatung an. Das Angebot richtet sich an private Haushalte in Bobenheim-Roxheim und unterstützt bei Fragen rund um Energiesparen, Heizungserneuerung, Gebäudesanierung sowie den Einsatz erneuerbarer Energien.

 In der Beratung erhalten Sie eine unabhängige Einschätzung und praxisnahe Hinweise, z. B. zu:

  • sinnvoller Dämmung und Sanierungsreihenfolge
  • Heizungsoptimierung und Heizungswechsel (z. B. Wärmepumpe)
  • Strom- und Wärmesparmaßnahmen im Haushalt
  • Fördermöglichkeiten und nächsten Schritten zur Umsetzung

 Termine (jeweils 45 Minuten)

  • Montag, 30.03.2026, 15:00–18:00 Uhr          (nur noch ein Termin frei)
  • Montag, 13.04.2026, 15:00–18:00 Uhr

Ort: Rathaus der Gemeinde Bobenheim-Roxheim im 2. Obergeschoss, Besprechungszimmer „Chevigny-Saint-Sauveur“ (Raum 311), Rathausplatz 1, 67240 Bobenheim-Roxheim

Ablauf und Vorbereitung
Bitte bringen Sie – soweit vorhanden – aussagekräftige Unterlagen mit, damit die Beratung möglichst konkret werden kann, z. B.:

  • letzte Heiz- und/oder Stromabrechnung
  • Angaben zur Heizungsanlage (Baujahr, Typ, Energieträger)
  • bei Sanierungsvorhaben: Fotos, Skizzen, Bauunterlagen oder Energieausweis

So können Maßnahmen besser eingeschätzt und mögliche Einsparpotenziale gezielter aufgezeigt werden.

 Anmeldung
Eine Beratung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Die Terminvergabe erfolgt über die Hotline der Verbraucherzentrale 0800-60 75 600. Alternativ kann man um einen Termin auch per Mail unter bitten.

 Wichtig: Sollten die Beratungstermine in Bobenheim-Roxheim bereits vollständig ausgebucht sein, vergibt die 0800-Hotline alternativ auch Beratungstermine in Worms und Ludwigshafen.

Kontakt / Hinweis
Die Beratung erfolgt vertraulich und unabhängig. Bitte erscheinen Sie pünktlich zum vereinbarten Termin.


 Aufsuchende Beratung zu Hause

Im Anschluss an eine kostenlose Energieberatung bietet die Verbraucherzentrale eine aufsuchende Beratung zu Hause bei Ihnen vor Ort an. Für eine Kostenbeteiligung von 40€ kommt ein Energieberater für eine Beratung zu Ihnen nach Hause.

Ergänzend zu den Terminen der Energieberatung im Rathaus oder digital bietet die Energieberatung auch Vor-Ort-Termine an, die im Anschluss an eine Energieberatung gebucht werden können.

  • Energieprofil des Gebäudes erkennen: Zusätzlich zum Energieverbrauch im Haushalt betrachten wir die Heizungsanlage (gesamtes Heizsystem, Anlagentechnik) sowie die Gebäudehülle inkl. Fenster und Dach (Wärmedämmung, baulicher Wärmeschutz). Gerne besprechen wir auch mit Ihnen, ob der Einsatz erneuerbarer Energien für Sie lohnenswert ist. Dauer ca. 2 Stunden. Kosten: nur 40 Euro dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - Gegenwert 247 Euro.
  • Heizungsanlage optimieren (nur in der Heizperiode): Durch eine 24-Stunden-Messung (zwei Termine an aufeinanderfolgenden Tagen) finden unsere Energieberater heraus, wie das vorhandene Heizungssystem eingestellt ist, ob die Heizungsanlage effizient läuft und wie sie optimiert werden kann. Kosten: nur 40 Euro dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - Gegenwert 330 Euro.
  • Solarwärmeanlage optimieren (für Betreiber einer solarthermischen Anlage; nur im Sommer): Unsere Energieberater überprüfen die bestehende Solarthermieanlage für Warmwasser und evtl. Raumwärmeunterstützung. Durch Messung über mehrere Tage (zwei Termine innerhalb einer Woche) werden Energiegewinn und Möglichkeiten zur Verbesserung ermittelt. Kosten: nur 40 Euro dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - Gegenwert 461 Euro.
  • Heizungsanlage austauschen: Steht vielleicht ein Heizungswechsel an? Unsere Energieberater betrachten Ihre Ausgangssituation und prüfen, welche Heizungssysteme für Sie in Frage kommen. Im Ergebnis empfiehlt er/sie Ihnen die drei besten Varianten anhand von CO₂-Emission, einer möglichen Förderung sowie der zu erwartenden Kosten für Anschaffung und Betrieb. Kosten: nur 40 Euro dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - Gegenwert 247 Euro.

Bei allen aufsuchenden Beratungen erhält der Kunde einen Kurzbericht mit den Ergebnissen und Handlungsempfehlungen. Aufgrund einer anteiligen Kostenübernahme durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V. sind die Kosten für die aufsuchenden Beratungen vergleichsweise günstig.

Klimaschutz in Bobenheim-Roxheim

Die Zukunft nachhaltig gestalten und eine lebenswerte Umwelt für nachfolgende Generationen hinterlassen – das ist das maßgebliche Ziel des Klimaschutzes.

Bei der Bewältigung der zahlreichen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen, die der menschengemachte Klimawandel mit sich bringt, nimmt der kommunale Klimaschutz eine wichtige Rolle ein. Durch die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern, der lokalen Wirtschaft und den sozialen und kulturellen Einrichtungen tragen Kommunen mit ihren Klimaschutzanstrengungen entscheidend zur Daseinsfürsorge und Zukunftsfähigkeit bei. Mit dem kommunalen Klimaschutzmanagement wird auf lokaler Ebene der Grundstein für die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen gelegt, um langfristig die Folgen des Klimawandels zu verringern.

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, verfolgt deshalb auch Bobenheim-Roxheim schon seit vielen Jahren das Ziel, die eigenen Energieverbräuche herunterzufahren und CO2-Emissionen zu senken. Im Sommer 2023 ist die Gemeinde dem Kommunalen Klimapakt (KKP) beigetreten und profitiert dadurch von einem breiten Netzwerk und Beratungsangeboten der Energieagentur Rheinland-Pfalz und des Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen. Im Sommer 2024 erhielt die Gemeinde im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) Fördergelder in Höhe von rund 290.000 €, die in den Austausch herkömmlicher Leuchtmittel durch LED fließen.

Bei Fragen oder Anregungen rund um das Thema Klimaschutz melden Sie sich gerne unter mit dem Betreff „Klimaschutz“.

Weniger Fleisch: gut für Klima und Gesundheit

Aus Sicht des kommunalen Klimaschutzmanagements ist Ernährung ein wichtiges Thema für den Alltag. Denn was wir essen, hat Einfluss auf Klima, Umwelt und Gesundheit. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass das Ernährungssystem weltweit für rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen mitverantwortlich ist. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle UBA-Befragung: 54 Prozent der Menschen in Deutschland, die regelmäßig Fleisch essen, können sich vorstellen, weniger davon zu essen. Viele nennen dafür Gesundheit, Tierwohl sowie Umwelt- und Klimaschutz als wichtige Gründe.

Für Städte und Gemeinden ist das eine gute Nachricht. Klimaschutz gelingt besonders dann, wenn er im Alltag einfach umsetzbar ist. Genau hier liegt die Chance: Weniger Fleisch und mehr pflanzliche Lebensmittel sind ein Schritt, den viele Menschen mitgehen können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt inzwischen eine Ernährung, die zu mehr als drei Vierteln aus pflanzlichen Lebensmitteln und zu knapp einem Viertel aus tierischen Lebensmitteln besteht. Dazu gehören vor allem Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse und pflanzliche Öle.

Auch aus gesundheitlicher Sicht ist die Richtung klar. Eine große wissenschaftliche Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 zeigt: Vegetarische und vegane Ernährungsweisen gehen im Mittel mit besseren Blutfettwerten, besserer Blutzuckerregulation, geringerem Körpergewicht und niedrigeren Entzündungswerten einher. Zugleich wurden ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für einige Krebsarten gefunden. Eine große europäische Studie von 2025 mit mehr als 400 000 Erwachsenen zeigt außerdem: Wer sich stärker pflanzlich ernährt, hat ein geringeres Risiko, gleichzeitig an Krebs und Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselkrankheiten zu erkranken; in den Daten der UK Biobank lag der Unterschied bei 32 Prozent.

Für den Klimaschutz ist dieser Weg ebenfalls sehr wirksam. Modellrechnungen aus dem Jahr 2024 zeigen, dass pflanzenreichere Ernährungsweisen die ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen um 30 bis 52 Prozent senken können. Auch der Flächen- und Wasserverbrauch geht deutlich zurück. Wichtig ist dabei: Menschen lassen sich eher mit alltagstauglichen Angeboten erreichen als mit erhobenem Zeigefinger. Das UBA zeigt, dass Geschmack, Gewohnheit, fehlende Alternativen und fehlende Rezeptideen oft die größten Hürden sind. Deshalb sind  gute Informationen, attraktive Angebote in Kitas, Schulen und Kantinen sowie einfache, leckere Beispiele für den Alltag sehr wichtig. So wird aus Klimaschutz ganz praktisch ein Gewinn für Gesundheit und Lebensqualität.

https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/479/publikationen/2026-03/UBA_Flyer_Personas.pdf

https://www.dge.de/presse/meldungen/2024/gut-essen-und-trinken-dge-stellt-neue-lebensmittelbezogene-ernaehrungsempfehlungen-fuer-deutschland-vor/

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0300711

https://www.nature.com/articles/s41467-024-45328-6


Energieberatung für Wohnungseigentümergemeinschaften in Bobenheim-Roxheim

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer,

viele Wohnungseigentümergemeinschaften stehen aktuell vor wichtigen Fragen rund um die Zukunft ihrer Gebäude: Wie kann die Heiztechnik modernisiert werden? Welche energetischen Sanierungsmaßnahmen sind sinnvoll? Lohnt sich Photovoltaik? Und wie lassen sich fundierte Entscheidungen in der Gemeinschaft gut vorbereiten?

Als Klimaschutzmanager der Gemeinde Bobenheim-Roxheim möchte ich Sie auf ein interessantes Unterstützungsangebot aufmerksam machen: Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet eine speziell auf Wohnungseigentümergemeinschaften zugeschnittene Energieberatung an.

https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/energie/energieberatung-fuer-wohnungseigentuemergemeinschaften-112128

Das Angebot unterstützt WEGs dabei, energetische Sanierungsvorhaben fachlich fundiert, unabhängig und verständlich zu bewerten. Themen können unter anderem Heizungstausch, Gebäudehülle, Haustechnik oder Photovoltaik sein. Die Beratung erfolgt in mehreren Schritten, zum Beispiel mit einem technischen Vorgespräch, einem Vor-Ort-Termin mit Ergebnisbericht sowie bei Bedarf einer Erläuterung der Ergebnisse für Beirat, Hausverwaltung oder auch in der Eigentümerversammlung.

Besonders interessant ist, dass diese Beratung mit einem Kostenbeitrag von 40 bis 80 Euro dank Förderung vergleichsweise kostengünstig angeboten wird.

Ich möchte Sie ermutigen, dieses Angebot für Ihre Gemeinschaft zu prüfen und bei anstehenden Sanierungs- oder Modernisierungsfragen frühzeitig fachliche Unterstützung einzubeziehen. Eine neutrale Energieberatung kann helfen, Entscheidungsprozesse in der WEG zu erleichtern und tragfähige Lösungen für die Zukunft Ihrer Immobilie zu entwickeln.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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