Klimaschutz in Bobenheim-Roxheim
Die Zukunft nachhaltig gestalten und eine lebenswerte Umwelt für nachfolgende Generationen hinterlassen – das ist das maßgebliche Ziel des Klimaschutzes.
Bei der Bewältigung der zahlreichen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen, die der menschengemachte Klimawandel mit sich bringt, nimmt der kommunale Klimaschutz eine wichtige Rolle ein. Durch die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern, der lokalen Wirtschaft und den sozialen und kulturellen Einrichtungen tragen Kommunen mit ihren Klimaschutzanstrengungen entscheidend zur Daseinsfürsorge und Zukunftsfähigkeit bei. Mit dem kommunalen Klimaschutzmanagement wird auf lokaler Ebene der Grundstein für die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen gelegt, um langfristig die Folgen des Klimawandels zu verringern.
Um mit gutem Beispiel voranzugehen, verfolgt deshalb auch Bobenheim-Roxheim schon seit vielen Jahren das Ziel, die eigenen Energieverbräuche herunterzufahren und CO2-Emissionen zu senken. Im Sommer 2023 ist die Gemeinde dem Kommunalen Klimapakt (KKP) beigetreten und profitiert dadurch von einem breiten Netzwerk und Beratungsangeboten der Energieagentur Rheinland-Pfalz und des Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen. Im Sommer 2024 erhielt die Gemeinde im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) Fördergelder in Höhe von rund 290.000 €, die in den Austausch herkömmlicher Leuchtmittel durch LED fließen.
Bei Fragen oder Anregungen rund um das Thema Klimaschutz melden Sie sich gerne unter mit dem Betreff „Klimaschutz“.
Weniger Fleisch: gut für Klima und Gesundheit
Aus Sicht des kommunalen Klimaschutzmanagements ist Ernährung ein wichtiges Thema für den Alltag. Denn was wir essen, hat Einfluss auf Klima, Umwelt und Gesundheit. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass das Ernährungssystem weltweit für rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen mitverantwortlich ist. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle UBA-Befragung: 54 Prozent der Menschen in Deutschland, die regelmäßig Fleisch essen, können sich vorstellen, weniger davon zu essen. Viele nennen dafür Gesundheit, Tierwohl sowie Umwelt- und Klimaschutz als wichtige Gründe.
Für Städte und Gemeinden ist das eine gute Nachricht. Klimaschutz gelingt besonders dann, wenn er im Alltag einfach umsetzbar ist. Genau hier liegt die Chance: Weniger Fleisch und mehr pflanzliche Lebensmittel sind ein Schritt, den viele Menschen mitgehen können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt inzwischen eine Ernährung, die zu mehr als drei Vierteln aus pflanzlichen Lebensmitteln und zu knapp einem Viertel aus tierischen Lebensmitteln besteht. Dazu gehören vor allem Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse und pflanzliche Öle.
Auch aus gesundheitlicher Sicht ist die Richtung klar. Eine große wissenschaftliche Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 zeigt: Vegetarische und vegane Ernährungsweisen gehen im Mittel mit besseren Blutfettwerten, besserer Blutzuckerregulation, geringerem Körpergewicht und niedrigeren Entzündungswerten einher. Zugleich wurden ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für einige Krebsarten gefunden. Eine große europäische Studie von 2025 mit mehr als 400 000 Erwachsenen zeigt außerdem: Wer sich stärker pflanzlich ernährt, hat ein geringeres Risiko, gleichzeitig an Krebs und Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselkrankheiten zu erkranken; in den Daten der UK Biobank lag der Unterschied bei 32 Prozent.
Für den Klimaschutz ist dieser Weg ebenfalls sehr wirksam. Modellrechnungen aus dem Jahr 2024 zeigen, dass pflanzenreichere Ernährungsweisen die ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen um 30 bis 52 Prozent senken können. Auch der Flächen- und Wasserverbrauch geht deutlich zurück. Wichtig ist dabei: Menschen lassen sich eher mit alltagstauglichen Angeboten erreichen als mit erhobenem Zeigefinger. Das UBA zeigt, dass Geschmack, Gewohnheit, fehlende Alternativen und fehlende Rezeptideen oft die größten Hürden sind. Deshalb sind gute Informationen, attraktive Angebote in Kitas, Schulen und Kantinen sowie einfache, leckere Beispiele für den Alltag sehr wichtig. So wird aus Klimaschutz ganz praktisch ein Gewinn für Gesundheit und Lebensqualität.
https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/479/publikationen/2026-03/UBA_Flyer_Personas.pdf
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0300711
Energieberatung für Wohnungseigentümergemeinschaften in Bobenheim-Roxheim
Sehr geehrte
Damen und Herren,
sehr geehrte Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer,
viele Wohnungseigentümergemeinschaften stehen aktuell vor wichtigen Fragen rund um die Zukunft ihrer Gebäude: Wie kann die Heiztechnik modernisiert werden? Welche energetischen Sanierungsmaßnahmen sind sinnvoll? Lohnt sich Photovoltaik? Und wie lassen sich fundierte Entscheidungen in der Gemeinschaft gut vorbereiten?
Als Klimaschutzmanager der Gemeinde Bobenheim-Roxheim möchte ich Sie auf ein interessantes Unterstützungsangebot aufmerksam machen: Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet eine speziell auf Wohnungseigentümergemeinschaften zugeschnittene Energieberatung an.
Das Angebot unterstützt WEGs dabei, energetische Sanierungsvorhaben fachlich fundiert, unabhängig und verständlich zu bewerten. Themen können unter anderem Heizungstausch, Gebäudehülle, Haustechnik oder Photovoltaik sein. Die Beratung erfolgt in mehreren Schritten, zum Beispiel mit einem technischen Vorgespräch, einem Vor-Ort-Termin mit Ergebnisbericht sowie bei Bedarf einer Erläuterung der Ergebnisse für Beirat, Hausverwaltung oder auch in der Eigentümerversammlung.
Besonders interessant ist, dass diese Beratung mit einem Kostenbeitrag von 40 bis 80 Euro dank Förderung vergleichsweise kostengünstig angeboten wird.
Ich möchte Sie ermutigen, dieses Angebot für Ihre Gemeinschaft zu prüfen und bei anstehenden Sanierungs- oder Modernisierungsfragen frühzeitig fachliche Unterstützung einzubeziehen. Eine neutrale Energieberatung kann helfen, Entscheidungsprozesse in der WEG zu erleichtern und tragfähige Lösungen für die Zukunft Ihrer Immobilie zu entwickeln.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
